Eine allgemein gültige Definition der Hypnose gibt es nicht. Stattdessen wird sie über den Zustand beschrieben, den ein Mensch während der Hypnose erlebt.
Während der Hypnose richtet sich die Aufmerksamkeit stärker nach innen. Die äußere Umgebung wird weiterhin bewusst wahrgenommen, tritt jedoch in den Hintergrund. Dadurch entsteht meist ein angenehmer und entspannter Zustand mit einer veränderten Wahrnehmung.
Hypnose ist weder Schlaf noch Bewusstlosigkeit, sondern ein natürlicher Bewusstseinszustand. In der therapeutischen Hypnose wird dieser Zustand gezielt genutzt, um innere Veränderungsprozesse zu unterstützen.
Grundsätzlich besitzt jeder Mensch die Fähigkeit, in Hypnose zu gehen. Hypnose ist ein natürlicher Bewusstseinszustand, den wir im Alltag immer wieder erleben – beispielsweise wenn wir ganz in ein Buch vertieft sind oder gedankenverloren Auto fahren.
Für eine Hypnosetherapie ist es wichtig, dass Sie freiwillig teilnehmen, eine Veränderung wünschen und der Hypnose offen gegenüberstehen. Diese Voraussetzungen schaffen eine gute Grundlage für die gemeinsame therapeutische Arbeit.
Viele Menschen beschreiben Hypnose als einen angenehmen, ruhigen und entspannten Zustand. Häufig wird dieses Erleben von einem Gefühl der Schwere oder Wärme begleitet.
Während der Hypnose verändert sich die Aktivität und das Zusammenspiel bestimmter Hirnregionen. Dadurch entsteht ein veränderter Bewusstseinszustand, bei dem die Aufmerksamkeit stärker nach innen gerichtet ist.
Hypnose fühlt sich dabei so natürlich an, dass viele Menschen im Nachhinein überrascht sind und denken, sie seien gar nicht in Hypnose gewesen. Ob sich jemand in einem hypnotischen Zustand befindet, lässt sich anhand verschiedener hypnotischer Phänomene und sogenannter Convincer überprüfen.
Nein. Während der gesamten Hypnose behalten Sie die Kontrolle über sich und können die Sitzung jederzeit selbst beenden.
Auch in der Hypnose werden Sie nichts tun oder sagen, was Ihren persönlichen Überzeugungen oder Werten widerspricht. Die therapeutische Hypnose basiert auf Ihrer freiwilligen Mitarbeit und Ihrem Vertrauen – nicht auf dem Verlust der Kontrolle.
Nein. Während der Hypnose behalten Sie jederzeit die Kontrolle über das, was Sie sagen oder verschweigen möchten. Sie entscheiden selbst, worüber Sie sprechen möchten.
Es ist sogar möglich, in der Hypnose bewusst falsche Angaben zu machen oder zu lügen. Deshalb eignet sich Hypnose auch nicht zur Wahrheitsfindung und wird nicht als Beweismittel vor Gericht eingesetzt.
Nein. Die Hypnosetherapie ist nicht in jeder Situation geeignet. Eine Behandlung wird insbesondere nicht empfohlen bei akuten Psychosen, Wahnvorstellungen, schweren Depressionen, bestimmten Erkrankungen des zentralen Nervensystems sowie schweren geistigen Behinderungen.
Auch bei ungeklärten körperlichen oder psychischen Beschwerden sollte zunächst eine ärztliche Abklärung erfolgen, bevor eine Hypnosetherapie in Betracht gezogen wird.
Ob eine Hypnosetherapie im Einzelfall sinnvoll ist, klären wir gerne in einem persönlichen Vorgespräch.
Nein. Hypnose ist kein Allheilmittel und kann nicht jedes Problem oder jede Erkrankung lösen. Ob eine Hypnosetherapie sinnvoll ist, hängt immer von der Art der Beschwerden und der individuellen Situation ab.
Die wissenschaftliche Forschung belegt die Wirksamkeit der Hypnose für bestimmte Anwendungsgebiete. Darüber hinaus zeigt die langjährige Praxiserfahrung vieler Hypnosetherapeuten, dass sie auch in weiteren Bereichen eine wertvolle Unterstützung sein kann.
Die Hypnosetherapie setzt dort an, wo viele belastende Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster entstehen und aufrechterhalten werden – im unbewussten Erleben. Sie kann dabei helfen, innere Ressourcen zu aktivieren, belastende emotionale Erfahrungen zu verarbeiten und neue, hilfreiche Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster zu entwickeln.
Da Körper und Psyche eng miteinander verbunden sind, gehen nachhaltige emotionale Veränderungen häufig auch mit einer Verbesserung des psychischen und körperlichen Befindens einher.
Bei der Showhypnose werden hypnotische Phänomene im Gegensatz zur therapeutischen Hypnose ausschließlich zu Unterhaltungszwecken eingesetzt. Die Vorführungen funktionieren nur, weil die Teilnehmer freiwillig mitmachen und bereit sind, sich auf die Situation einzulassen.
Für eine Show werden in der Regel Personen ausgewählt, die besonders gut auf Hypnose ansprechen und gerne im Mittelpunkt stehen. Mit der therapeutischen Hypnose, bei der die Behandlung und das Wohl des Klienten im Vordergrund stehen, hat die Showhypnose daher nur wenig gemeinsam.
Der hypnotische Zustand ist ein natürlicher Bewusstseinszustand – ähnlich wie der Wach- oder Schlafzustand – und hat an sich keine Nebenwirkungen.
Nach regelmäßiger Anwendung der Selbsthypnose berichten viele Menschen von positiven Veränderungen, beispielsweise von einem erholsameren Schlaf, einem gelasseneren Umgang mit Stress, mehr innerer Ruhe oder einem gesteigerten allgemeinen Wohlbefinden. Welche Veränderungen auftreten, ist jedoch individuell unterschiedlich.
Nein. Weder in der Hypnose noch in der Meditation geht es darum, keine Gedanken mehr zu haben. Unser Gehirn denkt – das ist seine natürliche Aufgabe.
Viel wichtiger ist die Frage: Wie gehe ich mit meinen Gedanken um? Nicht die Gedanken selbst sind das Problem, sondern häufig ihre Richtung, ihre Intensität oder die Aufmerksamkeit, die wir ihnen schenken.
In der Hypnosetherapie lernen Sie nicht, Ihre Gedanken zu unterdrücken, sondern sie bewusst in eine hilfreiche Richtung zu lenken. Dadurch kann der innere Dialog ruhiger werden und belastende Gedanken verlieren häufig an Bedeutung.
Das Ziel der Hypnosetherapie besteht daher nicht darin, den Intellekt auszuschalten, sondern einen gelasseneren und bewussteren Umgang mit den eigenen Gedanken zu entwickeln.